Einnahmen diversifizieren: drei Säulen statt einer
- Rubrik
- Monetarisierung
- Veröffentlicht am
- 15. Mai 2026
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Achtzig Prozent unserer Erlöse kamen jahrelang aus einem einzigen Partnerprogramm. Als dieses Programm die Provision halbierte, war das Jahr in einer einzigen Mail entschieden. Seitdem verteilen wir die Last, und der Aufwand dafür war geringer als befürchtet.
Säulen: die Verteilung, die wir heute anstreben
Wir zielen auf drei Quellen, von denen keine mehr als die Hälfte trägt: Empfehlungserlöse, verkaufte Werbeplätze im Brief und eigene digitale Produkte. Das ist keine Regel aus einem Lehrbuch, sondern die Verteilung, die zwei Ausfälle in fünf Jahren abgefedert hat.
Wichtig ist die Unabhängigkeit der Quellen. Zwei Partnerprogramme desselben Konzerns sind eine Quelle. Ein Produkt, das nur über eine einzige Plattform verkauft wird, ebenfalls.
Reihenfolge: eine Säule nach der anderen
- zuerst die Quelle stabilisieren, die schon Geld bringt, statt sie zu verlassen
- dann die Adressliste ausbauen, sie speist jede weitere Säule
- danach ein eigenes Produkt, klein und schnell, um den Ablauf zu lernen
- erst zuletzt Werbeflächen verkaufen, sie brauchen Reichweite und Vorlauf
Jeder Schritt hat bei uns ungefähr zwei Quartale gebraucht. Wer alle drei gleichzeitig anfängt, hat nach einem Jahr drei halbe Säulen und keine tragende.
Eine Einnahmequelle, die von der Entscheidung eines fremden Unternehmens abhängt, ist geliehen. Geliehenes lässt sich zurückfordern.
Messung: den Anteil je Quelle notieren
Am Monatsende schreiben wir drei Zahlen auf und den Anteil jeder Quelle am Ganzen. Sobald eine Quelle über sechzig Prozent steigt, ist das kein Erfolg, sondern eine Warnung. Diese Spalte hat uns zweimal davon abgehalten, eine gut laufende Quelle weiter auszubauen, während die anderen still einschliefen.