Ausgabe 07 / Juli 2026

Wöchentlicher Brief

Onlinekurs aufbauen: mit einer Pilotgruppe starten

Rubrik
Digitale Produkte
Veröffentlicht am
02. Juli 2026
Lesezeit
5 Min. Lesezeit
Onlinekurs aufbauen: mit einer Pilotgruppe starten

Der teuerste Kurs ist der, den Sie sechs Monate lang aufnehmen und den danach niemand kauft. Eine Pilotgruppe dreht die Reihenfolge um: erst verkaufen, dann live unterrichten, erst danach aufnehmen.

Pilotgruppe: verkaufen, bevor etwas existiert

Wir haben zwölf Plätze zu 89 Euro angeboten, mit einer Seite Beschreibung, vier Terminen im Kalender und dem klaren Hinweis, dass es sich um den ersten Durchlauf handelt. Neun Plätze waren in vier Tagen vergeben, allein über den Brief. Aufgenommen wurde nichts, unterrichtet wurde live.

Der Vorteil ist nicht das Geld, es ist die Rückmeldung. Nach vier Abenden wussten wir, welche zwei Kapitel niemand brauchte und welche Frage in jeder Sitzung dreimal kam. Genau diese Frage wurde später das erste Modul.

Aufbau: die Reihenfolge der Arbeit

  • eine Seite Beschreibung mit Ergebnis, Zielgruppe und vier festen Terminen
  • der Verkauf an eine kleine, bereits bekannte Gruppe zu reduziertem Preis
  • vier Live-Sitzungen, mitgeschnitten, mit offener Fragerunde am Ende
  • die spätere Aufnahme entsteht aus den Mitschnitten, nicht davor

Ein Kurs, der vor dem ersten Teilnehmer fertig ist, beantwortet die Fragen, die Sie sich vorgestellt haben, nicht die, die gestellt werden.

Preis: der zweite Durchlauf trägt die Rechnung

Der Pilot deckt die Arbeitszeit selten. Bei uns brachte er 801 Euro für gut dreißig Stunden. Der zweite Durchlauf, aufgezeichnet und ohne Live-Termine, lief zu 149 Euro und brachte in vier Monaten 3 400 Euro ohne zusätzliche Aufnahmezeit. Wer den Piloten als Marktforschung mit Einnahmen betrachtet statt als fertiges Produkt, trifft die Preisfrage deutlich entspannter und hört im Zweifel rechtzeitig auf.

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