E-Book verkaufen: die Zahlen der ersten zwölf Monate
- Rubrik
- Digitale Produkte
- Veröffentlicht am
- 17. Juli 2026
- Lesezeit
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Ein E-Book mit 70 Seiten über die Restaurierung alter Möbel, verkauft für 24 Euro. Drei Wochen Schreiben, zwei Tage Satz, ein Tag technische Einrichtung. So sah das erste Jahr aus, ohne nach oben zu runden.
Verkäufe: die zwölf Monate im Detail
Startmonat: 47 Verkäufe, fast alle aus der eigenen Adressliste mit 1 900 Eintragungen, also eine Quote von 2,5 Prozent. Die folgenden elf Monate: zwischen 8 und 22 Verkäufe im Monat, getragen vom Suchverkehr auf sechs Beiträgen, die auf die Verkaufsseite führen. Zusammen 213 Verkäufe im Jahr, 5 112 Euro brutto.
Nach Plattformgebühr und Zahlungskosten bleiben rund 4 300 Euro vor Steuern. Auf die aufgewendeten Stunden gerechnet liegt das weit über dem, was Werbung bei gleichem Verkehr eingebracht hätte.
Ein digitales Produkt verkauft sich nicht an Reichweite, es verkauft sich an angesammeltes Vertrauen. Die Adressliste trug 60 Prozent des Starts.
Umfang: klein anzufangen ist keine Schwäche
Wir hätten dasselbe Ergebnis mit 40 Seiten erreicht. Was zählt, ist ein abgeschlossenes Problem und ein nachprüfbares Ergebnis, nicht die Seitenzahl:
- ein Problem, das Leser Ihnen schon dreimal per Mail geschickt haben
- ein Ergebnis, das die Käuferin nach dem Lesen vorzeigen kann
- eine Länge, die Sie in drei Wochen wirklich fertigstellen
- eine zweite Auflage nach sechs Monaten, mit den Fragen der Käufer eingearbeitet
Steuern: was vor dem Verkaufsstart geklärt gehört
Digitale Produkte an Privatkunden im europäischen Ausland unterliegen der Umsatzsteuer des Landes der Käuferin. Unterhalb einer jährlichen Schwelle für grenzüberschreitende Umsätze gilt die deutsche Regelung, darüber führt der Weg über das besondere Meldeverfahren. Verkaufsplattformen übernehmen davon einen Teil, wenn sie selbst als Händler auftreten. Klären Sie den eigenen Fall vor dem ersten Verkauf mit einer Steuerberatung, dieser Beitrag ersetzt sie ausdrücklich nicht.