WordPress-Backup: die Sicherung, die Sie einmal wiederhergestellt haben
- Rubrik
- Blogtechnik
- Veröffentlicht am
- 22. Juli 2026
- Lesezeit
- 5 Min. Lesezeit
2019 gingen elf Tage Arbeit verloren, weil die nächtliche Sicherung seit einem Pfadwechsel auf ein leeres Verzeichnis lief. Der Tagesbericht meldete brav einen Erfolg. Seitdem testen wir mehr, als wir konfigurieren.
Backup-Regel: drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus
Die alte Regel trägt weiterhin. Auf einem WordPress-Blog heißt das konkret:
- eine tägliche Kopie beim Hoster, schnell zurückzuspielen und wertlos, wenn der Hoster selbst ausfällt
- eine wöchentliche Kopie bei einem völlig getrennten Speicheranbieter
- eine monatliche Kopie auf einer Platte zu Hause, die zwischen zwei Einsätzen abgezogen bleibt
Die Sicherung muss die Datenbank und das Upload-Verzeichnis enthalten, nicht nur die Dateien des Themes. Wir haben Archive von 40 MB gesehen, in denen kein einziges Bild steckte, bei Leuten, die sich für abgesichert hielten. Prüfen Sie deshalb auch die Dateigröße jede Woche: Ein Archiv, das plötzlich schrumpft, zeigt fast immer einen gebrochenen Pfad oder ein still erreichtes Speicherlimit an.
Wiederherstellung: der einzige Test, der zählt
Eine nie zurückgespielte Sicherung ist eine Vermutung. Zweimal im Jahr spielen wir das jüngste Archiv auf einer lokalen Installation ein und prüfen drei Punkte: Die Startseite erscheint, ein Beitrag aus dem Vorjahr ist vom ersten bis zum letzten Absatz vollständig, die Bilder sind da. Die Übung dauert zwanzig Minuten und hat in fünf Jahren zwei beschädigte Archive aufgedeckt, beide aus einem Werkzeug, das sich selbst für gesund erklärte.
Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung, sondern eine Absicht in einem Ordner, den niemand öffnet.
Aufbewahrung: weit genug zurückreichen
Ein Einbruch oder eine fehlerhafte Erweiterung bleibt schnell drei Wochen unbemerkt. Wer nur sieben Tage Historie hält, sichert am Ende nur noch das Problem, jede Nacht sauber kopiert. Wir halten sieben Tageskopien, vier Wochenkopien und zwölf Monatskopien. Das Ganze passt für einen Blog mit 400 Beiträgen in 12 GB, also unter zwei Euro Speicher im Monat, und bleibt damit der am wenigsten diskutable Posten unseres Budgets.